Warum Stroh?

Unsere Motivation für die Nutzung von Reststoffen

Forschung und Entwicklung im Uphoff Lab

Der Bioenergiesektor ist in ständigem Wandel begriffen. Politik, Gesellschaft und technische Entwicklungen stellen den Anlagenbetreiber vor immer neue Herausforderungen. Eine dieser Herausforderungen ist es, bisher ungenutzte Ressourcen zu erschließen. Hierbei möchte die Uphoff GmbH mit ihnen einen Schritt in die Zukunft gehen.

Jedes Jahr wandelt die Erde eine Energiemenge von etwa einer dreiviertel Million Terawattstunden die in Form von Biomasse um. Etwa eine Drittel Million Terawattstunden werden hiervon als technisch nutzbar angesehen1. Würde es uns gelingen, nur die Hälfte dieser Energie auch tatsächlich zu nutzen, könnte der gesamte Primärenergiebedarf der Menschheit langfristig gedeckt werden.

Ein großer Teil dieser Energie steht dem Biogasanlagenbetreiber sofort zu Verfügen. Mais, Getreide und Gräser können angebaut, geerntet, siliert und dann zum Energieträger Methan umgesetzt werden. Doch Nutzungskonkurrenzen mit anderen Sektoren, wie z.B. der Nahrungs- und Futtermittelproduktion, beschränken diese Form der Substratgewinnung auf ein nachhaltiges, wenn auch niedriges Niveau.

Ungeahnte Potenziale in Form von Abfällen, Reststoffen und sogenannten Landschaftspflegematerialien warten darauf, energetisch genutzt zu werden. Schätzungen zufolge kann beispielsweise etwa ein Drittel des bundesdeutschen Strohaufkommens energetisch verwertet werden, ohne die Stoffkreisläufe auf dem Feld zu beeinträchtigen. Allein in Deutschland könnten so bis zu 10 Millionen Tonnen Getreidestroh in Bioenergie umgesetzt werden.

Ein anderes Beispiel sind Substrate aus der Landschaftspflege. Schutzgebiete für Natur, Habitate oder Vögel sind zu deren Erhalt auf regelmäßige Pflege angewiesen, d.h., dass Wiesen, Heiden oder Flussläufe trotz ihres Schutzstatus gemäht werden müssen. Aber auch Verkehrswege und Bahntrassen bedürfen der regelmäßigen Pflege um die sichere Befahrbarkeit zu gewährleisten. Der anfallende Grün-, Baum- und Strauchschnitt kann in der Biogasanlage zu Methan vergoren werden und durch den erzeugten Strom einen Beitrag zur Deckung der Pflegekosten beitragen.

Die Verwertung solcher Stoffe gestaltet sich in der Praxis jedoch nicht immer einfach. Maissilage beispielsweise ist leicht vergärbar. Sie enthält viel Energie in Form von Kohlenhydraten und anderen leicht abbaubaren Biomolekülen, wodurch sie je nach Mineralgehalt fast vollständig abgebaut werden kann (Abbaugrad bis zu 80 %2). Anders verhält es sich bei Stroh und LPM. Diese weisen mitunter sehr hohe Gehalte an schwer abbaubaren Fasern mit hohen Ligningehalten, Trockenmassen sowie hohe Aschegehalte auf. Geringe Gasausbeuten, Verstopfung der Rührwerke und ein höherer Verschleiß sind die Folge. Mit neuen Technologien der MWK Bionik GmbH und den analytischen Fähigkeiten der Uphoff GmbH wollen wir diese Probleme beseitigen und für unseren Kunden einen echten Mehrwert schaffen.

Wir glauben, dass die Bioenergieerzeugung aus landwirtschaftlichen Sekundärpodukten, LPM und Abfallstoffen in Zukunft eine immer bedeutendere Rolle spielen wird. Die wachsende Weltbevölkerung, der Rückgang landwirtschaftlicher Nutzflächen (Degradation, Kontamination, Wüstenbildung) sowie der steigende Energiebedarf der Menschheit machen die Mobilisierung dieser bisher ungenutzten Potenziale dringend erforderlich.

Deshalb hat die Firma MWK Bionik GmbH in Zusammenarbeit mit dem Uphoff Lab das BMT-System® entwickelt. Durch die Vorbehandlung von halmgutartiger Biomasse mit LignoX® können höhere Abbaugrade durch den Aufschluss von Lignin erreicht werden. Diese Technologie wird stetig weiterentwickelt um das Potenzial des Strohs weiter auszuschöpfen. Eine weitere Anwendung findet das System bei Verkehrsbegleitgrün und Bioabfällen. Diese sind oft mit synthetischem Plastik in mikro- und makroskopischer Form kontaminiert, was die Ausbringung des Gärrests erschwert, wenn nicht sogar unmöglich macht. Mit der Forschung und Entwicklung neuer Technologien wollen wir Störstoffe bereits im Reaktor abbauen und somit beseitigen.


Was unterscheidet uns von Anderen?

Anders als viele unserer Mitbewerber messen wir den Nährstoffgehalt Ihres Gärrests nicht im Substrat selbst, sondern im Eluat – Hierdurch werden nur die bioverfügbaren Nährstoffe gemessen. Nicht verfügbare Nährstoffe (z.B. gebunden in Mineralien oder organischen Molekülen) werden nicht erfasst, wodurch potenzielle Mängel nicht durch zu hoch angesetzte Nährstoffgehalte maskiert werden.

Bei uns müssen sie außerdem nicht warten bis der Bericht fertig ist um ihre Ergebnisse zu bekommen! Unsere Vertragskunden erhalten exklusiven Zugriff auf ihre jeweilige Probe über den Kundenlogin unserer Labordatenbank. So können sie jederzeit auf ihre Daten zugreifen und Änderungen in Echtzeit verfolgen um notwendige Maßnahmen in ihrer Anlage ohne Verzögerung umzusetzen.


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